Rabenwind-Forum :: Thema anzeigen - Stéphane Mallarmé (1842 bis 1898)



Stéphane Mallarmé (1842 bis 1898)

 
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Sohn Odins - Administrator


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BeitragVerfasst am: Fr 02 Apr, 2010 04:20    Titel: Stéphane Mallarmé (1842 bis 1898)

Der geniale Mallarmé ... DAS ist wahrer Symbolismus!


Hymne


Hyperbel! Mir aus dem Gedächtnis
siegreich zu blühn vermagst du nicht,
heut nur ein sagenhaft Vermächtnis
im Buch des Schließe keiner bricht:

denn ich erschaff aus tiefem Wissen
das Lied für Herzen höchster Wahl,
bann voll Geduld des Werks beflissen
Herbarium, Atlas, Ritual.

Wir ließen unsre Blicke schweifen
– wir waren zwei, kein Zweifel ist –
den Reiz der Landschaft zu begreifen,
o Schwester, der du ähnlich bist.

Die strenge Ordnung geht verloren,
wenn ohne Grund man rühmen mag,
zu zweit tief unbewusst beschworen,
des hellen Südens Sonnentag,

dies Land, wo hundert Iris blühen,
sie wissen, dass es wirklich war,
kein Name nennt, den Sommerglühen
mit Goldfanfaren rühmte gar.

Die Insel bot in ihrer klaren
Kontur als Bild sich dar, nicht Schein,
wo alle Blumen größer waren
als unsrer Worte Klügelein.

So überschön sie sich entfalten,
die einer Aura Glanz umbrennt,
der wie ein Riss die Traumgestalten
von ihrem Garten nun getrennt.

Und, ewigen Sehnens Sieg, Ideen
wie hoch entrückt, sah ich die Pracht
der Gattung der Iridaceen
in diesem neuen Geist erwacht,

der Schwester Blicke aber sehen
begreifend zärtlich zu mir hin
und lächeln leis, sie zu verstehen,
müht ich mich wie zu Anbeginn.

Der Widerspruchsgeist mag erfahren,
das sie, so wie auch ich, nun schwieg,
die Stengel dieser Lilien waren
so hoch, wie die Vernunft nie stieg

und nicht, wie es an lauten Stränden
in monotonem Spiele lügt,
noch wollen, dass Begriffe schänden,
was sich dem Kinderstaunen fügt,

zu hören, da Gefilde, Sterne
bezeugen endlos jederzeit,
genauso wie die Wogenferne,
dies Land war niemals Wirklichkeit.

Sich neuem Wissen zuzuwenden,
das Kind den Traum vergessen muss,
verschworen seinen Pergamenten
sagt sie nur: Anastasius!

eh man ein Grab wird lächeln sehen
in ahnenfernem Nimmderda
und sieht so hoch die Lilie stehen,
dass kaum man liest: Pulcheria!

– Stéphane Mallarmé –
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Aufgefordert, in aller Kürze den Begriff Kunst zu definieren,
könnte ich ihn nur bezeichnen als die Reproduktion dessen,
was unsere Sinne durch den Schleier der Seele von der Natur wahrnehmen.
- Edgar Allan Poe -
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Sohn Odins - Administrator


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BeitragVerfasst am: Fr 02 Apr, 2010 04:21    Titel:

Erscheinung


Ein traurig trüber Mond. Und Engel, tränenbleich,
verträumt den Bogen in der Hand, in diesem Reich
des stillen Blumendufts, entlockten ihren Geigen
ein weißes Seufzen für der blauen Kelche Schweigen.
– Es war der Tag, den mir dein erster Kuss geweiht.
Mein Denken, immer sonst zur Selbstqual nur bereit,
berauschte mehr und mehr sich an dem leisen Trauern,
wenn ohne Nachgeschmack und ohne ein Bedauern
das Herz nur eines Traums gereifte Frucht sich pflückt.
Ich schlich dahin, mein Aug aufs alte Pflaster blickt,
und plötzlich warst du da im abendlichen Schimmer
mit deinem Sonnenhaar und lachtest froh wie immer,
und war mir fast, als säh ich strahlend vor mir stehn
die Fee, die ich als Kind im Schlafe oft gesehn,
wenn im Vorübergehn sie durch der Finger Reihen
in weißen Sträußen ließ den Duft der Sterne schneien.

– Stéphane Mallarmé –
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Sohn Odins - Administrator


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BeitragVerfasst am: Fr 02 Apr, 2010 04:21    Titel:

Ganzer Seele reines Schwingen


Ganzer Seele reines Schwingen
langsam ausgehaucht und leis
löst wie Rauch sich auf in Ringen
immer höher Kreis um Kreis

wie das Glühen der Zigarre
die gelassen glimmen muss
dass die Asche sie erharre
die sich löst im Feuerkuss

so auch wenn der Chor der Lieder
dir von deinen Lippen steigt
streife ab und immer wieder
was zu sehr als Stoff sich zeigt

dass nicht überlaute Klänge
stören schwebende Gesänge.

– Stéphane Mallarmé –
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Sohn Odins - Administrator


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BeitragVerfasst am: Fr 02 Apr, 2010 04:21    Titel:

Gruß


Ein Nichts, ein Schaum, keusch ein Gedicht,
nur ein Willkommenstrunk, ein scheuer;
Sirenen so ins Schaumgischtfeuer
oft wenden fern noch das Gesicht.

Wir segeln, Freunde, banget nicht,
ihr alle steht, ich nah dem Steuer,
am stolzen Bug der Abenteuer
durch Schneesturm und Gewitterlicht;

In schöner Trunkenheit kein Wanken,
ich fürchte nicht die schrägen Planken
und bringe aufrecht diesen Gruß:

Riff, Einsamkeit, der Sterne Regel
und alles, was uns wert sein muss
das Weiß, die Sorge unsrer Segel.

– Stéphane Mallarmé –
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BeitragVerfasst am: Fr 02 Apr, 2010 04:22    Titel:

Der Nachmittag eines Fauns

Ekloge

Die Nymphen hier, ich will, dass sie mir bleiben.
Duft
von rosa Inkarnat durchflimmert diese Luft,
die dumpfer Schlaf betäubt.

War Traum nur meine Liebe?
Mein Zweifel letzter Nacht verliert sich in die Triebe
manch jungen Baums, der mir als Waldeswirklichkeit
bezeugt, dass, ach, allein, in stolzer Trunkenheit
ein wahnhaft Ideal von Rosen ich erkoren.
Bedenke …

oder ob die Frauen, gern beschworen,
nur mehr ein Wunschtraum sind für deinen Fabelsinn!
Ach, Faun, ein Trugbild schickt der Reinsten Blick dir hin
mit Augen blau und kühl wie einer Quelle Tränen:
die andre aber, wie ein Seufzer, darfst du wähnen,
dass gleich dem heißen Wind sie deinem Fell sich schmiegt?
Wohl nicht! Durch träge Luft, die regungslos erliegt,
erstickend in der Glut des Morgens kühne Röte,
ertönt kein Quell, und nur das Rieseln meiner Flöte
den Hain mit Klängen tränkt, und einzig und allein
der Hauch des Doppelrohrs, der willig strömend sein
Getön vergeudet wie in einem trocknen Regen,
wenn keine Wolken sich am Horizont bewegen,
ist sichtbarlich und froh der Atem, kunstverklärt,
des Schöpfergeistes, der hinauf zum Himmel fährt.

Siziliens Ufersumpf, ihr stillen flachen Teiche,
um die ich heißen Sinns im Neid der Sonne schleiche
als stiller Räuber in dem Blumenflor, ERZÄHLT
»wie ich mir hier so oft ein hohles Schilf gewählt
»für meine Kunst, als vor den goldnen grünen Hängen,
»die mit der Traubenlast sich bis zum Wasser drängen,
»fern ein lebendig Weiß in träger Ruhe schwimmt:
»und wie, da ich das Rohr zum Vorspiel schon gestimmt,
»der Schwäne Flug, nein, der Najaden, jäh entschwunden,
»hinabgetaucht … «



Es brennt die Trägheit gelber Stunden,
verrät das Blendwerk nicht, durch das ihn, der schon froh
sein A probiert, der heiß begehrte Hymen floh:
erfüllt von alter Brunst erhebe ich mich wieder,
allein und stolz, in der Antike Licht die Glieder,
o Lilien, wie ihr voll Unbefangenheit.

Andres als süßes Nichts, der Lippen Flüchtigkeit,
den Kuss, mit dem ich gern die Treulosen bezwungen,
bezeugt die Narbe auf der Brust des scheuen Jungen,
die ihm ein Götterzahn einst schlug geheimnisvoll:
ach was! der Zauberkram macht nur den Freund mir toll,
das Zwillingsrohr aus Schilf, es mag ins Blaue klingen:
von meiner Wange all die Unruh fortzusingen,
und träumerischen Sinns in langem Eingesang
uns scheint, der Schönheit rings gefällt ein solcher Klang
aus frommer Inbrunst und verwirrungstrunknem Lärmen,
so überirdisch hoch, bis das verliebte Schwärmen
jenseits der Schultern und der Hüften niedrem Traum,
den ich gelassnen Augs erschaue fern im Raum,
vom Wahn sich linienhaft verlierend wieder löse.

Du Instrument der Flucht, o Syrins falsch und böse,
an deinem Weiher magst du blühn, dort warte mein!
Voll Stolz auf mein Gelärm, will sie begeistert preisen,
von ihrem Schattenbild will ich die Gürtel reißen:
wie Beeren, denen ich den hellen Saft entsog
zum Trost im Kummer, den ich heuchelnd schon betrog,
streck lachend ich empor die leergeschlürfte Hülle,
die ich voll Übermut mit meinem Atem fülle,
von ihrer Transparenz berauscht im Abendblau.

O Nymphen, schwelgen wir in der ERINNRUNG Schau.
»Mein Aug entdeckts durch das Schilf der Leiber Hauchen
»Unsterblicher, die in die Flut ihr Glühen tauchen
»mit einem Wutschrei, der bis in die Wipfel klang,
»und das beglänzte Bad der hellen Haarflut schlang
»der kühle Wirbel ein, o blitzendes Geschmeide!
»Ich eile; da, verstrickt zu meinen Füßen – beide
»von Lust und Qual durchzückt, nur immer zwei zu sein –
»ein schlafend Paar, vereint vom Zufall, ganz allein;
»ich heb sie auf und trag sie ungetrennt, die Matten,
»hierher in das Gebüsch, verhasst dem frechen Schatten,
»wo aus dem Rosenbalg der Duft zur Sonne loht,
»dass unsre Lust sich löst wie Licht im Abendrot.«

Ich liebe dich, o Zorn der Frauen, wildes Ringen
der heilig nackten Last, mir wieder zu entspringen
und meiner Lippen Brand zu fliehn, den Blitz der Lust,
ein Zucken! und das Fleisch wird schreckhaft sich bewusst:
vom Fuß der Spröden bis hinauf ins Herz der Bangen,
die nun auf einmal frei von Scheu, auf ihren Wangen
noch Tränengroll, vielleicht auch nur ein Hauch von Scham.
»Und es war meine Schuld, der ich die Angst ihr nahm,
»so täuschend, dass ich mich beim Kussgewirr vergessen,
»das gottgewollte Paar zu trennen mich vermessen:
»denn kaum dass ich verbarg das Lachen heiser rauh
»im frohen Gliederspiel der einen – und ich schlau
»die andre an der Hand hielt, leicht, die taubenreine,
»dass bei der Schwester Glut auch sie sich mir vereine,
»der Kleinen, Netten, die nicht erst errötend log: –
»als aus den Armen, die der vage Taumel trog,
»die Beute, immerdar voll Undank, mir entronnen,
»dem eignen Seufzer taub, mir Quell noch meiner Wonnen!«


Wie dem auch sei! Es ziehn mich mit verflochtnem Haar
zum Glück nun andere an meinem Hörnerpaar:
du weißt es, Leidenschaft, dass reif im Purpurglanze
gern die Granatfrucht bricht, umschwärmt vom Bienentanze.
Das Blut, ihr zugetan, die innig mich umschließt,
in Ewigkeit nur für den Schwarm der Wünsche fließt.
Sobald sich dieser Wald mit Grau und Gold bezogen,
beginnt im falben Licht ein trunknes Fest zu wogen:
Ätna, bei dir! In dein Bereich kommt Venus jetzt,
die auf den Lavagrund die reinen Fersen setzt,
wenn schläfrig Donner grollt, der Glutschein lischt ins Leere.
Die Königin ist mein!

O Strafe …

Nein, die Schwere
des sprachlos stumpfen Sinns, des Leibes eitler Wahn
erliegen endlich doch der Mittagsstille Bann:
im Schlaf vergesse ich die lästerlichen Triebe,
ich lieg auf heißem Sand und öffne, wie ich’s liebe,
den Mund der Sonne, die den Wein zur Reife bringt!

Lebt wohl! Ich sehe, wie als Schatten ihr versinkt.

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BeitragVerfasst am: Fr 02 Apr, 2010 04:22    Titel:

Gabe des Gedichts


Ich bringe dir das Kind, aus Edoms Nacht beschworen?
Die Schwinge federlos, schwarz, blutig, bleich geboren,
als durch das Fensterglas, gebeizt von Gold und Duft,
vereiste Scheiben, ach, wie eine blasse Gruft,
das Morgenrot sich mit der Lampe Aura paarte.
O Palmen! Als sie die Reliquie, die zarte,
dem Vater wies, der nur ein feindlich Lächeln fand,
hielt blau und unfruchtbar ihn Einsamkeit gebannt.
Die Tochter wiegt, an kühlem Wandel reine,
des finstren Grauens Kind empfange als das deine:
du Stimme voll Musik, Klavier und Geigenklang,
wirst du nun aus der Brust mit Fingern bleich und bang
das sibyllinisch Weiß des Weiblichen auch spenden
für Lippen, die im Eis des Azur sonst verenden?

– Stéphane Mallarmé –
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BeitragVerfasst am: So 23 Mai, 2010 01:08    Titel:

Erneuerung


Der blasse Frühling trieb den Winter traurig aus,
die Zeit des hellen Lichts, die Zeit der heitren Künste,
jetzt herrschen mir im Blut die ungesunden Brünste,
es streckt die Unlust sich mit langem Gähnen aus.

Der Winterdämmrung Weiß zertropft in meinen Sinnen,
und meines Schädels Grab umschließt ein Eisenzaun,
o Pein, des schönen Traums Gefilde will ich schaun,
durch Felder irrend, wo unendlich Säfte rinnen,

ich lass mich fallen, schlaff von Baumgerüchen, müd,
und will mit dem Gesicht dem Traum die Grube wühlen,
in warme Erde beiß ich, wo der Flieder blüht,

hier lieg ich, warte, will die Leere nicht mehr fühlen …
– Ein blauer Himmel lacht den Hecken, es erwacht
der Vögel Zwitscherlied, begrüßt der Sonne Pracht.

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BeitragVerfasst am: Fr 29 Okt, 2010 21:17    Titel:

Seufzer


Zu deiner Stirne hebt sich, wo ein Herbst verträumt
mit Sommerflecken noch, o stille Schwester, säumt,
nun meine Seele, fort vom Blick, dem engelzarten,
schwebt dann zum Himmel sie, wie in dem späten Garten
verzückt der weiße Strahl des Brunnens seufzt ins Blau!
– Ins Blau, gemildert schon oktobersanft und lau
und spiegelnd im Bassin die Schwermut ohne Grenzen,
wo, auf dem Wasser still nach wilden Todestänzen
im Wind verirrtes Laub die kalten Furchen zieht,
ein gelber Sonnenstrahl, ein letzter, langsam flieht.

– Stéphane Mallarmé –
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BeitragVerfasst am: Di 15 Feb, 2011 22:16    Titel:

Sommerschwermut


Im Sand entschlafen, wärmt dir nach des Zorns Verklingen
im goldnen Haar ein Bad der Sonne sanfter Schein,
der Wangen Feuchte tilgt sie, der Verstimmung Ringen,
und mischt die Tränen in den Liebestrank mit ein.

Der Gluten weißer Glanz und immer gleiches Schwingen,
o scheu Geküsste, gab dir diesen Seufzer ein:
»In ewiger Wüste, wo im Wind die Palmen singen,
wird uns kein Mumiengrab für zwei beschieden sein!«

In deines Haares Strom, des warme Fluten laden,
wird ohne Schauder die gequälte Seele baden,
hier taucht sie in das Nichts, das dir so unbekannt!

Und deiner Augen Nass wird mir als Balsam dienen,
schenkt es dem Herzen, das dich heute nicht verstand,
die kühle Ruhe des Azur und der Ruinen.

– Stéphane Mallarmé –
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DavidKhaled
Grünschnabel


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BeitragVerfasst am: Sa 07 Mai, 2011 00:24    Titel:

Puh - diese Übersetzungen kommen einfach wesentlich besser als die, die ich so kenne, von Friedrich Kemp, Gerhard Goebel, Reiner Maria Rilke und so weiter. Aber von wem sind sie bzw. kann man die irgendwo im Web kriegen oder als Buch kaufen? Wie kommt man da dran?
Bzw. erst Mal vielen Dank natürlich für diese ganz schön heftigen Gedichte vom Kollegen Mallarmé!

DavidKhaled

bei seinen nächtlichen Entdeckungen
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Beteigeuze
Sohn Odins - Administrator


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BeitragVerfasst am: Mi 21 Sep, 2011 23:05    Titel:

(Für Mitleser: Ich war hier nicht unhöflich, sondern habe über PN geantwortet Zwinker)


Albumblatt


Die plötzlich um euch zu zerstreun
ihr wünschtet Fräulein am Erklingen
des Flötenholzes euch zu freun
an mancher meiner Weisen Singen

mir scheint das schüchterne Getön
das ich vor eine Landschaft wehe
wird erst im Schweigen wirklich schön
wenn ich in euer Antlitz sehe

ja dieses Hauchens Leidenschaft
bemüht das Fernste zu erreichen
versagt sich meiner Finger Kraft
und niemals wollte es ihm gleichen

das Lachen kindlich rein ihm glückt
mit dem ihr selbst die Luft erzückt.

– Stéphane Mallarmé –
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